Meine Themen
Antidiskriminierung
Antidiskriminierung ist für mich eine Grundbedingung dafür, dass Freiheit und Demokratie für alle gelten. Wenn Menschen wegen ihrer Hautfarbe, ihres Namens, ihrer Behinderung, ihrer Religion, ihres Geschlechts, ihres Alters, ihrer sexuellen Orientierung oder ihrer (sozialen) Herkunft schlechter behandelt werden, dann ist das nicht nur ungerecht, sondern klare Diskriminierung. Und es verletzt die Würde von Menschen.
Mir ist wichtig, dass wir darüber nicht nur reden, sondern auch handeln. Antidiskriminierungspolitik darf nicht bedeuten, dass Betroffene alles alleine schultern und sich durch komplizierte Verfahren kämpfen müssen. Wer Diskriminierung erlebt, braucht schnell Unterstützung, klare Anlaufstellen und echte Chancen, sich zu wehren.
Diskriminierung ist oft strukturell: Regeln, Routinen, Vorurteile, fehlende Barrierefreiheit, Behördenbriefe in schwerer Sprache, Algorithmen, die Ungleichheit verstärken. Wenn wir Gleichberechtigung ernst meinen, müssen wir Institutionen so aufstellen, dass sie fair funktionieren. Schulen, Verwaltung, Jobcenter, Gesundheitswesen, Wohnungsmarkt. Überall entscheidet sich, ob Menschen dazugehören oder ausgegrenzt werden.
Ich setze mich dafür ein, dass Betroffene besser geschützt werden und dass der Rechtsstaat an ihrer Seite steht. Deshalb will ich, dass die Antidiskriminierungspolitik konkreter wird: Wir brauchen bessere Beratung, niedrigschwellige Beschwerdewege und eine stärkere Rechtsdurchsetzung. Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz muss so weiterentwickelt werden, dass Verstöße leichter gemeldet werden können und spürbare Konsequenzen haben. Gleichzeitig müssen Institutionen ihre eigenen Routinen prüfen: Personal, Verfahren, Sprache, digitale Zugänge, all das entscheidet darüber, wer teilhaben kann und wer nicht.
Antidiskriminierung bedeutet für mich auch: Solidarität statt Spaltung. Es ist kein „Kulturkampf“, wenn Menschen gleiche Rechte einfordern. Es ist schlicht demokratisch. Und es ist unsere Aufgabe, Räume zu schaffen, in denen alle sicher leben können, ohne Angst vor Hass, Herabwürdigung oder Benachteiligung.