Bürgerdialog 29.11.2025

Mein Besuch bei der Phänomenta in Flensburg

Im Rahmen meiner Wahlkreiswoche Ende November habe ich die Phänomenta in Flensburg besucht – eine Institution, die viele Menschen in der Region kennen und schätzen. Mein letzter Besuch lag bereits einige Zeit zurück und fand damals noch als Gast statt. Umso spannender war es für mich, die Phänomenta dieses Mal aus einer anderen Perspektive kennenzulernen und Einblicke in ihre Entwicklung, ihre Arbeitsweise und ihre zukünftigen Vorhaben zu bekommen.

Bei der Begehung des über Jahre gewachsenen Gebäudekomplexes wurde deutlich, wie kontinuierlich sich die Phänomenta weiterentwickelt hat. Neben dem Ausprobieren verschiedener Ausstellungselemente ging es auch um die historische Entwicklung der Einrichtung und die Frage, wie Wissenschaft heute vermittelt werden kann – jenseits von reiner Wissensabfrage oder theoretischer Erklärung.

Ein Thema, das dabei eine wichtige Rolle spielte, war die Mini-Phänomenta. Kinder und Jugendliche wachsen in einer Lebenswelt auf, die stark von digitalen Angeboten, Zeitdruck und einer hohen Informationsdichte geprägt ist. Räume, in denen sie selbstständig ausprobieren, beobachten und Fragen entwickeln können, sind dadurch nicht selbstverständlich. Gleichzeitig sind genau diese Erfahrungen zentral, um Neugier, Problemlösefähigkeit und eigenständiges Denken zu fördern.

Die Mini-Phänomenta setzt hier an, indem sie frei zugängliche Experimentierstationen zur Verfügung stellt, an denen naturwissenschaftliche und technische Phänomene eigenständig erkundet werden können. Die Experimente sind so angelegt, dass sie zum gemeinsamen Nachdenken anregen und nicht auf schnelle Lösungen abzielen. Sie ergänzen schulisches Lernen, ohne es zu ersetzen, und schaffen Anlässe für Austausch, Beobachtung und kreatives Denken – auch außerhalb des klassischen Unterrichtskontexts.

Mein Besuch hat gezeigt, wie wichtig Orte sind, an denen Lernen nicht nur über Vermittlung, sondern über eigenes Erleben stattfindet. Die Phänomenta – und insbesondere die Mini-Phänomenta – leisten hier einen Beitrag, der gerade im Hinblick auf Bildungs- und Chancengerechtigkeit eine relevante Rolle spielen kann.